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Steigende Zollkontrollraten beeinträchtigen den Welthandel: Verzögerungen und Herausforderungen

Steigende Zollkontrollraten beeinträchtigen den Welthandel: Verzögerungen und Herausforderungen

Der jüngste Anstieg der Zollkontrollen in Europa und den USA hat viele Unternehmen überrascht und zu unerwarteten Verzögerungen und höheren Kosten geführt. Mit der Eröffnung von sieben neuen Kontrollstellen durch die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) im März schnellte die Kontrollquote auf 15 % in die Höhe, was die Versandabwicklung und Lieferketten erheblich beeinträchtigt. Die Folgen sind weitreichend: Manche Sendungen verharren bis zu 60 Tage in der regelrechten „Kontrollfalle“.

Der wachsende Trend erhöhter Inspektionsraten

Der Anstieg der Kontrollraten ist besonders bei Waren auffällig, die in wichtigen Häfen wie Los Angeles und Long Beach sowie an den Grenzübergängen in Polen und Belgien ankommen. Anzeichen für eine verstärkte Überprüfung sind deutlich erkennbar, da Zollbeamte verschiedene Produktkategorien, darunter Elektronik, Schuhe, Schulbedarf und Bekleidung, genauer unter die Lupe nehmen, insbesondere da im August die Schulsaison ihren Höhepunkt erreicht. Dieser verstärkte Kontrollfokus in Verbindung mit der Eröffnung neuer Kontrollstellen hat die Wahrscheinlichkeit, dass Sendungen einer eingehenden Prüfung unterzogen werden, deutlich erhöht.

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Auswirkungen auf Handel und Logistik

Branchenkenner berichten von einer deutlichen Änderung der Zollverfahren und einer erhöhten Kontrollhäufigkeit. So finden in großen Häfen wie New York, Los Angeles, Oakland und Detroit Stichprobenkontrollen statt, die häufig zu erheblichen Verzögerungen führen. In Detroit ist der Inspektionsprozess so überlastet, dass sich die Termine für die Warenprüfung um etwa zwei Wochen verzögern. In Miami werden Waren gezielt nach ihrem Wert, etwaigen Verstößen und der Einhaltung der Vorschriften der EPA und des DOT geprüft. Auch in Chicago und Dallas wird gezielt vorgegangen, wobei der Fokus auf bestimmten Warenkategorien und Fragen der Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen liegt.

Verzögerungen und Herausforderungen für Unternehmen

Bisher betrug die Standardprüfzeit 3–5 Tage. Aktuell kommt es jedoch zu Verzögerungen von 10–15 Tagen oder sogar länger. Sendungen mit hohem Risiko, die anhand spezifischer Kriterien kategorisiert werden, durchlaufen mehrere Prüfrunden, was zu weiteren Verzögerungen führt. Die Kombination aus erhöhten Prüfraten, gestiegener Nachfrage in der Hauptversandzeit und potenziellen Personalengpässen an den Prüfstellen verlängert den gesamten Versandprozess. So kann es beispielsweise bei Sendungen, die sowohl eine Röntgen- als auch eine manuelle Prüfung erfordern, zu Verzögerungen von über einem Monat kommen.

Sich in der Landschaft zurechtfinden

Die zunehmenden Kontrollmaßnahmen stellen Logistikunternehmen und Händler vor große Herausforderungen. Für Händler ist es daher unerlässlich, die Einhaltung der Vorschriften und die korrekte Kategorisierung ihrer Waren zu priorisieren. Eine präzise und transparente Dokumentation, einschließlich detaillierter Listen der versendeten Artikel, trägt zu einer reibungslosen Zollabfertigung bei. Durch Transparenz lassen sich Risiken von Sendungsverzögerungen aufgrund von Nichteinhaltung der Vorschriften oder gefährlichen Inhalten minimieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Anstieg der Zollkontrollen die Logistiklandschaft grundlegend verändert und von international tätigen Unternehmen Anpassungsfähigkeit und Wachsamkeit erfordert. Angesichts der sich stetig weiterentwickelnden Zollverfahren ist es unerlässlich, sich stets informiert zu halten und proaktiv die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen, um diese herausfordernden Zeiten erfolgreich zu meistern.


Veröffentlichungsdatum: 22. August 2023

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